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Fachärztin für Allgemeinmedizin · Diabetologischer Schwerpunkt
Dr. med. Antje van der Meij
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Gesundheitsnews



Was alle Eltern über Masern wissen sollten
Stiftung Kindergesundheit informiert über die oft unterschätzten Risiken einer besonders ansteckenden Infektionskrankheit

Die Gefahr wächst, mit Masern angesteckt zu werden. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO liegt die Zahl der in den ersten drei Monaten dieses Jahres gemeldeten Fälle um 300 Prozent höher als im Vorjahr. Die Stiftung Kindergesundheit hat deshalb in einer aktuellen Stellungnahme die wichtigsten Fakten zusammengestellt, die alle Eltern über Masern kennen sollten.

„Viele junge Eltern sind sich der Gefährlichkeit dieser Krankheit nicht mehr bewusst“, sagt der Münchner Kinder- und Jugendarzt Professor Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit. „Früher, als es noch keine Impfung gegen Masern gab, kannte man viele Menschen, die durch eine Maserninfektion schwere Schäden und Behinderungen davongetragen haben. Wir Ärzte sehen solche Fälle immer noch in unseren Krankenhäusern. Die jüngere Elterngeneration kennt jedoch kaum noch diese Risiken. Wir müssen deshalb den vielen, sachlich meist falschen, aber beständig wiederholten Behauptungen von Impfkritikern im Internet mit seriösen Informationen begegnen“.

Woran erkennt man Masern?

Masern verlaufen in zwei Phasen. Die ersten Anzeichen sind noch untypisch: Das Kind fühlt sich unwohl, hat Schnupfen und Reizhusten, verquollene und rote Augen und Halsschmerzen. Das Fieber steigt leicht an. Zwei bis drei Tage später zeigen sich auf der Mundschleimhaut gegenüber den Backenzähnen Kalkspritzern ähnliche grauweiße Flecken. Wenn die Flecken da sind, folgt mit großer Sicherheit ein bis drei Tage später auch der Hautausschlag.

Die Flecken sind anfangs klein und hellrot, werden dann immer größer und zahlreicher, verfärben sich bläulich und fließen mehr und mehr zu größeren, geröteten Flecken zusammen. Während des Ausschlags sind auch die Schleimhäute der Augen, der Nase, der Mundhöhle und der Atemwege entzündet. Babys und kleine Kinder können außerdem mit Durchfall und Erbrechen reagieren. Fieberwerte um 40 Grad sind keine Seltenheit.

Wie groß ist die Gefahr einer Ansteckung?

Masern sind eine der ansteckendsten Infektionskrankheiten. Die Viren werden meist durch die Luft durch sehr feine Tröpfchen übertragen. Nahezu jeder Mensch, der noch keine Masern durchgemacht hat, wird von einem mit Masern Infizierten mit 98-prozentiger Sicherheit angesteckt, selbst aus einigen Metern Entfernung. Masernkranke sind schon vier Tage vor dem Erscheinen des typischen Ausschlags ansteckend. Einen Schutz vor Ansteckung bietet nur die Impfung.

Welche Komplikationen sind bei Masern möglich?

Im frühen Kindesalter besteht vor allem die Gefahr von Lungenentzündungen (Masernpneumonie), Mittelohrentzündungen (Otitis media), Vereiterungen der Nebenhöhlen und Entzündungen der Augen. Häufig kommt es auch zu Entzündungen des Kehlkopfes. Am meisten gefürchtet ist aber die Masernenzephalitis (Gehirnentzündung) mit Krampfanfällen und Bewusstseinsstörungen. Sie führt häufig zu bleibenden Hirnschäden, manchmal sogar zum Tod.

Eine weitere schwere Komplikation tritt wesentlich seltener auf, verläuft aber in jedem Falle tödlich: Die so genannte subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE). Diese Krankheit setzt schleichend, oft erst Jahre nach der Masernerkrankung ein, führt zu einem fortschreitendem Abbau des Gehirns und seiner Funktionen, und schließlich bei allen Betroffenen zum Tod – eine Heilung ist nicht möglich.

Bedrohen Masern nur kleine Kinder?

Kinder unter zwei Jahren erkranken besonders häufig an Masern, deshalb gilt das Leiden als Kinderkrankheit. Der Begriff ist aber irreführend: Auch Jugendliche und Erwachsene, welche die Masern nicht durchgemacht haben und nicht geimpft sind, können erkranken. Von einer reinen „Kinderkrankheit“ kann deshalb nicht mehr die Rede sein.

Die Masern-Impfung schützt nicht nur vor Masern!

Masernviren entfalten im Organismus zwei einander widersprechende Wirkungen auf das Immunsystem. Dieser Widerspruch wird als „Masern-Paradoxon“ bezeichnet. Seine Entstehungsweise ist noch nicht genau geklärt.

Zum einen lösen die Viren eine gezielte Immunabwehr gegen sich selbst aus. Das ist der Grund, weshalb nach einer durchgemachten Maserninfektion ein lebenslanger Schutz vor der Krankheit besteht.

Zum anderen bewirken sie aber auch eine generelle Schwächung des Immunsystems, die mehrere Wochen bis Monate nach dem Ende der eigentlichen Erkrankung dauern kann. In dieser Zeit besteht eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen mit anderen Viruskrankheiten, sowie Bakterien, Pilzen oder Parasiten. Das bedeutet: Sonst eher harmlose Infektionen können nach Masern gefährlich werden. Dieser Vorgang könnte die häufigen Todesfälle durch andere Erreger nach einer Masernerkrankung erklären. Vor allem in der Dritten Welt sterben viele Masernkranke an anderen, zusätzlichen Infektionen.

Durch die Impfung gegen Masern wird dagegen das Immunsystem nicht beeinträchtigt: Es kann also weiterhin feindliche Erreger erkennen und bekämpfen, bevor sie Schaden anrichten. So entfaltet die gut verträgliche und effektive Impfung eine zusätzliche Wirkung: Epidemiologen registrierten nach Einführung der Masernimpfung auch in europäischen Ländern nicht nur einen enormen Rückgang von Masern, sondern auch eine Halbierung der Todesfälle durch andere Infektionskrankheiten.

Eine aktuelle Untersuchung der Daten von fast 300.000 Kindern in Dänemark ergab: Kinder mit einer abgeschlossenen Grundimmunisierung mussten danach wesentlich seltener wegen einer Infektion für zwei oder mehr Tage in einem Krankenhaus behandelt werden. Die Masern-Impfung verhindert also nicht nur die durch die Masern verursachten Komplikationen, sondern schützt auch das Immunsystem.

Warum müssen Masern gemeldet werden?

Masernerkrankungen müssen aus gutem Grund unverzüglich an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet werden: Es ist äußerst wichtig, die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. So können die Behörden umgehend wichtige Maßnahmen zum Schutz anderer Menschen einleiten: Sie informieren die möglicherweise betroffenen Kitas, Schulen, Kliniken, Ärzte und die Bevölkerung.

Die Meldepflicht dient insbesondere dem Schutz von Menschen, bei denen keine Impfung gegen Masern durchgeführt werden kann, zum Beispiel Schwangere oder Menschen, die aufgrund einer so genannten Kontraindikation nicht geimpft werden können, zum Beispiel bei einer angeborenen Immunstörung oder weil sie wegen einer bösartigen Krankheit eine immunitätsunterdrückende Behandlung erhalten. Auch junge und deshalb nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission STIKO noch nicht vollständig geimpfte Babys und kleine Kinder im ersten und zweiten Lebensjahr müssen vor einer Ansteckung geschützt werden, betont die Stiftung Kindergesundheit.

Können Masern tödlich enden?

Leider ja. Weltweit gehören die Masern immer noch zu den führenden Todesursachen bei Kindern unter fünf Jahren. Sie verursachen laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) etwa 130.000 bis 160.000 Todesfälle pro Jahr. Im Jahr 2018 traten in 10 Ländern Europas 72 Sterbefälle in Verbindung mit Masern auf: in Albanien 3, in Frankreich 3, in Georgien 3, in Griechenland 2, in Italien 7, in Kirgisistan 2, in Rumänien 22, in der Russischen Föderation 1, in Serbien 14 und in der Ukraine 15. 61 Prozent dieser Sterbefälle betrafen Kinder unter zehn Jahren. Über 58.000 masernkranke Personen waren so schwer erkrankt, dass sie in einem Krankenhaus behandelt werden mussten.

Welche Nebenwirkungen kann die Impfung haben?

Der meist verwendete kombinierte MMR-Impfstoff enthält abgeschwächte lebende Masern-, Röteln- und Mumpsviren sowie Stoffe zur Stabilisierung und Konservierung des Impfstoffs. Er enthält kein Quecksilber und kein Aluminium.

Wie nach jeder Impfung ist eine vorübergehende Lokalreaktion an der Einstichstelle möglich: Schmerz, Rötung, Schwellung. Gelegentlich können Fieber, rote Hautflecken oder eine Schwellung der Speicheldrüsen auftreten. Sehr selten kann hohes Fieber zu einem Fieberkrampf führen, der in der Regel harmlos ist. Noch seltener kann die MMR-Impfung eine vorübergehende Abnahme der Blutplättchen zur Folge haben. Schwere Nebenwirkungen wie eine Hirnentzündung sind extrem selten. Bei Frauen, die sich nach der Pubertät impfen lassen, treten gelegentlich vorübergehende Gelenkschmerzen auf. Schwerwiegende Komplikationen infolge von Masern treten jedoch eindeutig häufiger auf als unerwünschte Nebenwirkungen der Impfung, betont die Stiftung Kindergesundheit.

Was bedeutet eigentlich Gemeinschaftsschutz?

„Es geht dabei um den Schutz für alle“, sagt Professor Berthold Koletzko. „Eine Impfung schützt nicht nur das geimpfte Kind selbst vor einer Ansteckung: Da dieses Kind die Krankheit nicht mehr verbreitet, kann es andere Menschen nicht in Gefahr bringen. So werden auch noch nicht geimpfte Babys und unfreiwillig nichtgeimpfte Kinder und Erwachsene mitgeschützt“.

Auch Epidemien werden so verhindert: Wenn genügend Menschen geimpft sind (es sollten mindestens 95 Prozent sein), reißt die Übertragungskette ab und die Krankheit kann sich nicht weiter verbreiten. Die Impfung kann deshalb als ein Akt der Solidarität betrachtet werden. Nach Berechnungen der WHO hat die Impfung gegen Masern seit dem Jahr 2000 mehr als 21 Millionen Leben gerettet.

Der dafür oft verwendete Fachbegriff „Herdenimmunität“ ist allerdings unglücklich gewählt: Menschen sind nun einmal keine Herde. Fachleute sollten statt von „Herdenimmunität“ besser von „Gemeinschaftsschutz“ sprechen, empfiehlt die Stiftung Kindergesundheit. Das würde viel stärker die Sinnhaftigkeit von Impfungen betonen.

Weltweit erste Fall-Serie von Smartphone-bezogenen Unfällen bei Kindern und Jugendlichen
Prof. Martin Lacher, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie am UKL, befürchtet eine Zunahme von Smartphone-bezogenen Unfällen bei Kindern und Jugendlichen.

Ärzte der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) haben die weltweit erste Fall-Serie von Smartphone-bezogenen Unfällen bei Kindern und Jugendlichen veröffentlicht. Die Ergebnisse sind nun in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Pediatric Emergency Care“ veröffentlicht worden.
Untersucht wurden Behandlungen aus den Jahren 2008 bis 2018. Ein erster Fall trat 2012 auf. Seitdem mussten am UKL zehn Mädchen und Jungen nach Smartphone-Unfällen stationär behandelt werden. Für Klinikdirektor Prof. Martin Lacher gestaltet sich dabei die jüngste Zunahme Besorgnis erregend. Er befürchtet sogar bald den ersten Todesfall in Deutschland.

Man nennt sie auch „Smombies“ – ein Kunstwort aus den Begriffen „Smartphone“ und „Zombie“. Gemeint sind Menschen, die durch den ständigen Blick auf ihr Telefon so stark abgelenkt sind, dass sie ihre Umgebung kaum noch wahrnehmen. 2015 wurde es von einer Jury bereits einmal zum „Jugendwort des Jahres“ gewählt.
Doch es klingt lustiger, als es in Wirklichkeit ist. Denn den „Smombies“ fehlt auch der Blick für mögliche Gefahren zum Beispiel im Straßenverkehr. „Schlimmer noch: ‚Smombies‘ werden selbst zur Gefahr. Sie stoßen mit anderen Fußgängern oder Radfahrern zusammen oder laufen, ohne den Blick zu heben, über die Straße“, erklärt Prof. Martin Lacher, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie am UKL.
In ihrer Studie untersuchten die Kinderchirurgen alle Fälle, in denen das Smartphone eine Rolle spielte. Acht der zehn Fälle geschahen erst 2016 oder später. Denn immer mehr Kinder und Jugendliche besitzen schon in jungen Jahren ein eigenes Mobiltelefon.

Mädchen stärker gefährdet Die Patienten wurden in der Studie auch dahingehend eingeteilt, ob ihre Rolle beim Unfall aktiv oder passiv war. Neben nur zwei Passiv-Fällen, in denen Kleinstkinder leichte Blessuren erlitten, weil ihre Eltern sie mit dem Smartphone verletzten, stehen acht Fälle mit aktiver Rolle zu Buche.
Mehrere Mädchen erlitten dabei schwere Verletzungen: Ein glücklicherweise nur mit 30 Kilometer pro Stunde fahrendes Auto erfasste eine 12-Jährige, die die Straße überquerte und dabei ausschließlich auf ihr elektronisches „Spielzeug“ schaute – Diagnose Beckenringfraktur. Und eine 16-Jährige fiel in einer Silvesternacht durch ein Glasdach, als sie gerade ein Foto von sich selbst machte. Sie erlitt ein schweres Wirbelsäulentrauma (multiple Wirbelkörperfrakturen) und Schnitte an der Hand. Einem weiteren Mädchen, ebenfalls 16, rollte ein Auto über die Hand, als sie ihr Smartphone von der Straße aufheben wollte.

Dass laut Studien dabei eher Mädchen einer gewissen Smartphone-Sucht verfallen, war auch bei der Fall-Serie der Leipziger Kinderchirurgen zu beobachten: Nur bei zwei der zehn Fälle stand ein Junge im Zentrum des Geschehens.
Beim Blick auf die mögliche Entwicklung derartiger Unfälle zeigt sich Prof. Lacher eher pessimistisch: „Bald werden wir den ersten Todesfall in Deutschland erleben. Da bin ich mir ziemlich sicher“, so der UKL-Klinikdirektor.

Höhere Dunkelziffer vermutet Was gegen ein weiteres Ansteigen der Unfallzahlen helfen könnte, ist für den Kinderchirurgen eigentlich klar: Weniger oft auf das Gerät schauen und mehr Aufmerksamkeit durch Erziehungsberechtigte, die ihre Vorbildrolle auch ernst nähmen, sei das Eine. Lacher hat jedoch noch andere Maßnahmen im Blick: „Im US-Bundesstaat Hawaii ist es illegal, eine Straße zu überqueren, während man auf das Smartphone schaut. Wäre das auch für unser Land gut“, fragt er. Mit China, den USA, Belgien und Litauen gibt es zudem vier Länder, in denen eigene „Smombie-Pfade“ eingerichtet wurden, spezielle Fußwege für unaufmerksame Smartphone-Nutzer. In den Niederlanden finden sich hingegen bereits zwei Städte, in denen Fußgängerampeln am Erdboden montiert sind. Gerade die letztgenannte Idee findet durchaus Anklang bei Prof. Lacher.

Eines ist ihm und seinen Kollegen nach der Erhebung klar: Die Dunkelziffer von Smartphone-bezogenen Unfällen bei Kindern und Jugendlichen dürfte wesentlich höher sein, denn viele Verletzte gingen nicht zum Arzt oder würden das Mobiltelefon nicht als Grund der Verletzung angeben.

Darauf sollten Kontaktlinsenträger achten
Stiftung Auge gibt Tipps zur Auswahl und Pflege

Viele Menschen mit Sehschwächen schätzen die Vorteile von Kontaktlinsen. Damit der Tragekomfort lange andauert, sollten Nutzer sich vor dem Kauf vom Augenarzt untersuchen und über geeignete Modelle beraten lassen. Kontaktlinsenträger müssen bestimmte Hygieneregeln beachten, um schmerzhafte Entzündungen zu vermeiden. Die Stiftung Auge gibt Tipps im Umgang mit der praktischen Sehhilfe.

Kontaktlinsen haben etliche Vorteile gegenüber Brillen: Sie beschlagen nicht, rutschen nicht von der Nase, sind sporttauglich und können neben Kurz- oder Weitsichtigkeit sogar Hornhautverkrümmungen korrigieren. „Um die Linsen lange und ohne Beschwerden tragen zu können, müssen Kontaktlinsenträger jedoch auch einige Regeln beachten“, sagt Professor Dr. med. Frank G. Holz, Vorsitzender der Stiftung Auge und Direktor der Universitätsaugenklinik Bonn.

Die Auswahl an Kontaktlinsen ist groß. Flexible (weiche) Linsen passen sich der Form der Hornhaut an, sodass sich das Auge schneller daran gewöhnt. Durch ihren größeren Durchmesser liegen die Ränder der Linse komplett unter dem Lid, was das Tragen angenehm macht. Formstabile (harte) Kontaktlinsen haben einen kleineren Durchmesser. Das schützt das Auge besonders vor dem Austrocknen. Harte Linsen können auch gut Hornhautverkrümmungen ausgleichen. Allerdings haben sie eine geringere Auflagefläche auf der Augenoberfläche, wodurch die Linsen leichter verrutschen können. In den ersten Tagen können sie sich für den Träger auch etwas unangenehm anfühlen. „In jedem Fall sollte bei einer augenärztlichen Untersuchung geklärt werden, ob die Grundvoraussetzungen für das Kontaktlinsentragen erfüllt sind. Wenn keine krankhaften Veränderungen der Augen, wie Entzündungen, vorliegen, kann man die Linsen individuell anpassen“, erklärt Holz. Ob und welche Linsen geeignet sind, hängt auch davon ab, ob sie nur ein- bis zweimal pro Woche beim Sport oder täglich von morgens bis abends zum Einsatz kommen.

Auch die Haltbarkeit von Kontaktlinsen ist unterschiedlich: Tageslinsen sollten nach einmaligem Tragen entsorgt werden, Monatslinsen nach etwa vier Wochen. Harte Kontaktlinsen können bis zu zwei Jahre getragen werden. „Wichtig ist, die Angaben des Herstellers zu beachten. Nutzt man die Linse länger als verordnet, kann sie die Hornhaut verletzen, was zu dauerhaften Augenschäden führen kann“, sagt der Experte.

Um die Augengesundheit nicht zu beeinträchtigen, sollten Kontaktlinsenträger einige Hygieneregeln und Vorgaben zur Tragedauer beachten. „Da eine zu lange tägliche Tragedauer Gesundheitsrisiken birgt, sollten Linsen nicht länger als empfohlen getragen werden. Nur spezielle Linsen eignen sich zum Tragen über Nacht“, erläutert Professor Dr. med. Christian Ohrloff, Mediensprecher der Stiftung Auge und ehemaliger Direktor der Universitäts-Augenklinik in Frankfurt. Die Kontaktlinse behindert den Stoffwechsel im Auge, da Nährstoffe und Abfallprodukte über den Tränenfilm nicht so einfach über das Auge hinweg transportiert werden können. Unter der Linse können sich Säuren, Schmutz und Keime sammeln. „Damit sich das Auge nicht infiziert, muss man die Kontaktlinsen regelmäßig herausnehmen und reinigen“, rät Ohrloff. Was dabei zu beachten ist, fassen diese Informationen zusammen:

5 Tipps, damit Linse und Auge sauber bleiben: • Hände waschen: Damit Schmutz und Keime nicht ins Auge gelangen. • Reinigen: Kontaktlinse auf die gereinigte Handinnenfläche legen und mit einigen Tropfen Reinigungsmittel sanft mit der Fingerspitze auf der Linse verrieben. Danach mit Kochsalzlösung abspülen. Niemals mit Leitungswasser reinigen oder aufbewahren, da sich sonst Keime an der Linse bilden können. • Desinfizieren: Kontaktlinsen über Nacht in geeignete Lösung lagern, um Bakterien, Pilze oder Viren abzutöten und Eiweißreste zu entfernen. • Aufbewahrungsbehälter reinigen: Desinfizieren und alle drei bis sechs Monate austauschen. • Pflegeanleitung des Herstellers beachten: Nur Aufbewahrungslösungen verwenden, die sich für den jeweiligen Linsentyp eignen.